Die Kunst der Kommunikation am Beispiel kognitiv beeinträchtigter PersonenKommunikation
Herr Lanse (Name geändert) liegt in seinem Bett. Sein körperlicher Zustand hat sich in den letzten Wochen erheblich verschlechtert und auch kognitiv ist er aufgrund fortgeschrittener Demenz erheblich eingeschränkt. Herr Lanser hat die Arme nach oben gestreckt und bewegt seine Hände in kreisenden Bewegungen, seine Augen sind die meiste Zeit geschlossen. Dabei wiederholt er immer wieder die gleichen Silben: „dada, dada, jaja, jaja“, in stetig wechselnder Rhythmik und Lautstärke.
Die betreuende Pflegekraft begrüßt Herrn Lanser beim Eintreten ins Zimmer, stellt sich ihm vor, erzählt vom gestrigen Besuch seiner Tochter und beschreibt das Bild, das die Urenkelin für ihn gemalt hat. Während sie mit Herrn Lanser spricht, öffnet er für einen kurzen Augenblick die Augen und setzt anschließend sein Verhalten weiter fort. Fragen beantwortet er nicht und auf Anforderungen wie „Heben sie doch mal den Arm“ reagiert er nicht. Die Pflegekraft bemerkt, dass sie durch das Verhalten von Herrn Lanser verunsichert und etwas frustriert ist. Sie stellt sich zudem die Frage, ob sie etwas falsch gemacht hat.